Gielen bietet hier einmal mehr eine Repertoire-Überraschung, die schon für sich den Kauf dieser Zusammenstellung rechtfertigt, nämlich das Oratorium Le Martyre de Saint Sebastien nach einem religiösen Text von Gabriele d'Annunzio.  Der hier entstehende aufwühlende Kosmos aus tief berührenden und exquisit besetzten Gesangparts lebt von einer aufregenden Spannung zwischen narrativer Struktur und unmittelbare Klangwirkung.                                                                               klassik.com 05|2018, zu Vol. 7 (SWR190461D)

 

 

Es ist tatsächlich alles zu hören, keine Feinheit geht unter, der Ansatz bleibt jederzeit modern und nach vorne orientiert. (...) So theatralisch lebendig und wach hat Mahler selten geklungen.                                                                        klassik.com 11|2017, zu Vol. 6 (SWR19042CD)

 

 

Vor allem wird deutlich, wie Gielen imstande ist, die Strukturen der Musik aufzuhellen, die Werke fast röntgenartig zu durchleuchten, ohne sie aber zu Gerippen werden zu lassen, im Gegenteil: Die Sinnlichkeit des Klanges verbindet sich bei ihm mit einer Klarsicht der Auslegung, die seine Arbeit zu einer der faszinierendsten Auseinandersetzungen mit Mahler überhaupt machen. Gielens Vision des Mahlerschen Weltbildes ist wirklich ein großes Ganzes geworden. (...) Man kann dem Dirigenten nur dankbar sein für die tiefgehenden Einsichten, die er uns bietet.                                                                                                    pizzicato 10|2017, zu Vol. 6 (SWR19042CD)

 

 

Die großen Spannungsbögen entwickeln sich organisch, und die Musik blüht in ihrer ganzen Farbenpracht auf. Knisternde Spannung, schroffe Kontraste, viel federnde Flexibilität im Klang und ein großartiges Farbenspiel. Gielen nimmt sich Zeit das alles herauszuarbeiten.                                                                             pizzicato 6|2017, zu Vol. 5 (SWR19023CD)

 

Nach drei umfangreichen CD-Paketen offeriert die neueste Edition gleichwohl einen Michael Gielen, wie man ihn kaum kennt oder vermutet. Die Sammlung besteht aus allerlei "romantischen" Überraschungen.

faustkultur.de 7|2017, zu Vol. 4 (SWR19028CD)

 

Aufgrund der bunten Werkauswahl ist in dieser 9-CD-Box für jeden etwas dabei. Insbesondere Fans werden hier aber voll auf ihre Kosten kommen, da die Mehrheit der Aufnahmen Erstveröffentlichungen sind. Und wenn etwas auf Michael Gielen zutrifft, dann, dass man seine Interpretationen immer wieder mit großem Gewinn hören kann. 

klassik.com 3|2017, zu Vol. 4 (SWR19028CD)

 

Insgesamt eine sehr erfreuliche Neuerscheinung, die auch klangtechnisch bestens aufbereitet wurde und selbst die ältesten in der Box enthaltenen Aufnahmen ohne nennenswerte Einschränkungen abbildet. Die Gestaltung der Ausgabe erweist sich als gewohnt hochwertig und enthält ein informatives Booklet in deutscher und englischer Sprache, welches gut recherchierte Details zu den enthaltenen Aufnahmen liefert und auch Gielen selbst zu Wort kommen lässt. Man darf gespannt sein, ob diese Edition auf gleichbleibend hohem Niveau fortgesetzt wird. 

operalounge 1|2017, zu Vol. 4 (SWR19028CD)

 

Vol. 3 ist ganz Johannes Brahms gewidmet und es ist eine großartige ungemein packende Hommage an den Symphoniker Brahms geworden. (...) Künstlerisch ist Michael Gielen deshalb so interessant, weil er unvergleichlich sehnig muskulöse Interpretationen von Brahms vorlegt, die ganz aus einer strukturell-organischen Sichtweise her resultieren. Gielen scheint die architektonischen Fäden im Inneren eines Werks zu spannen, woraus sich auf der Oberflächenmembran ein expressiv-erzählerischer Klang abbildet. (...)

Besonders profitieren die Konzerte von dieser Sichtweise, die schlichtweg sensationell sind.  Dabei haben wir das Glück, solch formidablen Solisten wie Gerhard Oppitz im Klavierkonzert Nr. 1 und Mark Kaplan (Violine) und David Geringas (Violoncello) im Konzert für Violine, Violoncello und Orchester a-Moll Op. 102 lauschen zu dürfen. Da passt kein Löschblatt zwischen Solist(en) und Orchester, der musikalische Wettstreit findet auf Augenhöhe mit der Partitur statt.

der-neue-merker.eu 11|2016, zu Vol. 3 (SWR19022CD)

 

Michael Gielen, der mittlerweile den Taktstock beiseitegelegt hat, war nicht nur einer der bedeutendsten Dirigenten seiner Zeit, er hat einigen Komponisten wirklich seinen ganz persönlichen Stempel aufgedrückt und sie mit herausragenden Interpretationen bedient. Dazu gehört Johannes Brahms, dessen Werke bei ihm immer gut aufgehoben waren. Hauptmerkmal seiner Brahms-Interpretationen ist der Fluss der Musik, das Finalbezogene, ein Schwung, der die Musik kräftig vorantreibt und in diesen Schwung alles einbettet, was Brahms braucht, die Schatten, die Seufzer, und zwar ohne, dass der Musik je ihre große Linie genommen wird.

pizzicato 10|2016, zu Vol. 3 (SWR19022CD)

 

Tatsache ist: Michael Gielen und das SWR-Sinfonieorchester sind in den dokumentierten Brahms-Interpretationen einmal mehr eine bestens aufeinander eingeschworene Einheit. Zwischen 1989 und 2005 gesendet und zum Teil jetzt zum ersten Mal öffentlich zugänglich gemacht, belegt dieses Material die langjährige fruchtbare Symbiose zwischen Dirigenten und Rundfunkorchester. So etwas gelingt in keinem kurzfristigen Projekt oder Gastspiel. Die klangliche Umsetzung ist so, wie sie einem Orchester zur Ehre gereicht, welches ständig sendefähige Resultate zu liefern hat: Klarheit, Transparenz und Disziplin, aber auch ein hohes Maß an dynamischer Impulskraft gepaart mit viel Wärme im Klang garantieren eine lebendige Deutung.

                                                                                                                                                  Klassik Heute 10|2016, zu Vol. 3 (SWR19022CD)

 

Der zweite Teil der Michael Gielen EDITION weist den Dresdner Dirigenten als einen der besten Bruckner-Interpreten unserer Zeit aus. Schon der erste Teil der groß angelegten Michael Gielen EDITION erinnerte den Hörer eindringlich daran, was für eine Ausnahmestellung der Maestro aus Dresden unter den Dirigenten besitzt. Unprätentiös, uneitel, klar, präzise und nur dem Notentext verpflichtet ist auch der zweite Teil der Reihe geworden. (...) Dies ist ein über alle Maßen empfehlenswerter Zyklus.

                                                                                                                                                            artistxite 6|2016, zu Vol. 2 (SWR19014CD)

                                                         

Zweifellos gehört Michael Gielen zu den interessantesten und auch anregendsten Bruckner-Dirigent der Gegenwart, der sich gerne zum Fürsprecher der Originalfassung der Symphonien gemacht hat. (...) Selten zuvor hat jemand das Geflecht der Motive so klar herausgestellt (...). Gielens Bruckner wird mithin durch die ihm verordnete Schlankheitskur nicht bedeutungsarm, wie das bei anderen Dirigenten der Fall war, die die Musik weniger erfolgreich entschlackt haben. Und mit diesem Konzept fügen sich die in einer großen Zeitspanne entstandenen Aufnahmen zu einem Ganzen und zu einem hoch interessanten und wichtigen Bruckner-Zyklus.

                                                                                                                                                              pizzicato 6|2016, zu Vol. 2 (SWR19014CD)

 

Zum ersten Mal liegen hier Gielen-Interpretationen der Sinfonien 1, 2, 8 und 9 vor. Die Sinfonien Nr. 4 und 8 erklingen gewissermaßen im neuen Gewand, da Gielen hier auf die ersten Ur-Fassungen zurückgreift. Überhaupt ist es ihm ein Anliegen, mit möglichst frühen Fassungen so direkt wie möglich an die Ideen-Ursprünge heran zu kommen. Man sollte sich die Zeit nehmen, um sämtliche CDs chronologisch zu hören! Denn dies macht den Entwicklungsprozess in der sinfonischen Sprache des Linzer Spätromantikers deutlich.                                                                                                                            Klassik Heute 6|2016, zu Vol. 2 (SWR19014CD)

 

Zum 90. Geburtstag des Dirigenten gratuliert SWRmusic mit einer Gesamtausgabe seines Schaffens in mehreren Folgen - epochal!                          RONDO 2|2016 zu Vol. 1 (SWR19007CD)

 

If  subsequent volumes of the Gielen EDITION are as good as this then we have a good reason to be impatient for them.                                          Gramophone 6|2016 zu Vol. 1 (SWR19007CD)

 

Unglaubliche 23 der veröffentlichten Aufnahmen sind erstmals auf Tonträgern zugänglich, lediglich fünf Stücke waren schon erhältlich. Auch aus diesem Grund ist der Beginn einer hoffentlich umfangreichen Gielen-Edition ein Grund zum Feiern für Musikfreunde. Das Gals auf den Dirigenten können wir ja jetzt schon wegen seiner grandiosen Interpretationskunst erheben, zum Geburtstag im nächsten Jahr machen wir das gern noch einmal.                                         Der Neue Merker 6|2016 zu Vol. 1 (SWR19007CD)

 

Jetzt füllt das SWR-eigene Label SWRmusic wichtige Lücken, wenn es um eine Gesamtschau von Gielens Lebenswerk geht. Das Volume 1 liegt hiermit vor – und fokussiert in chronologischer Abfolge verschiedene Stilepochen, in denen Gielen nach neuen Bedeutungsebenen in der Musik strebte. Die gewählte Einteilung nach den großen Komponisten eröffnet gute Einblicke in Gielens zeitlose interpretatorische Herangehensweise.                                                                                         Klassik Heute 4|2016, zu Vol. 1 (SWR19007CD)

 

Dass Michael Gielen ein bedeutender und weithin unterschätzter Dirigent war, kann nicht bestritten werden. Daher ist es mehr als lobenswert, dass SWRmusic ihm in Hinblick auf seinen 90. Geburtstag im Jahre 2017 mit dieser Schallplatten-Edition ein Monument setzt.                                                                                   pizzicato 4|2016, zu Vol. 1 (SWR19007CD)